Man soll die Welt nicht belachen, nicht beweinen, sondern begreifen.(Baruch de Spinoza)

 


 

Der Babcock-Bankrott

Korrumpieren, abkassieren, liquidieren

Der Oberhausener Großkonzern war Bestandteil des sozialdemokratischen Wirtschaftsimperiums und politischen Netzwerks an Rhein und Ruhr um die Westdeutsche Landesbank (WestLB) – bis zum 5. Juli 2002, als Babcock-Borsig in die Insolvenz ging.

Bei Babcock standen sowohl auf der Kapitalseite als auch auf der Seite der Belegschaftsvertretung Sozialdemokraten. Die besonders enge Sozialpartnerschaft war mitverantwortlich für die Konzernkrise. Am Beispiel Babcocks wird aufgezeigt, wie Wirtschaft und SPD in Nordrhein-Westfalen miteinander verschmolzen sind, Manager abkassieren, sozialdemokratische Politiker, Betriebsräte und Gewerkschafter eingebunden werden, hinter den Kulissen Entscheidungen über Arbeit und Leben von Tausenden Beschäftigten fallen, Lohnabhängige betroffen sind und Widerstand leisten.

ISBN 978-3-89900-067-2

Das Buch ist im Bücherhandel nicht mehr erhältlich. Eine begrenzte Anzahl von Bestellungen kann an mich per Email gerichtet werden: @Bestellung

 

Trotzkisten gegen Hitler

Die aus starken „ultralinken“ kommunistischen Oppositionsströmungen entstandene Linke Opposition der KPD (LO) an Rhein und Ruhr trat für die Einheitsfront aller Arbeiter gegen den Nationalsozialismus ein. Mitglieder einer westdeutschen LO-Kampfgruppe leisteten am 5. März 1933, dem Tag der Reichstagswahl, bewaffneten Widerstand gegen SA und Polizei. In der Illegalität arbeiteten sie, nun als Internationale Kommunisten Deutschlands (IKD), eng mit der Sozialistischen Arbeiterpartei zusammen. Der Schwerpunkt der trotzkistischen Widerstandstätigkeit lag in Betrieben, Kirchenkreisen und legalen bürgerlich-jüdischen Organisationen. Westdeutsche Exilanten waren führend in der Auslandsleitung der IKD tätig; im Saarland trugen sie zum Zustandekommen der Einheitsfront bei. Ende 1935 konnte die Gestapo die Bezirksleitung Rhein-Ruhr der IKD verhaften und viele Strukturen zerschlagen. Doch auch danach ging die Widerstandstätigkeit u.a. in Zuchthäusern und KZ`s weiter, wobei die Frauen eine wichtige Rolle spielten. Mit dem Zweiten Weltkrieg brachen die Verbindungen zur Exilleitung ab, die sich zudem vom Marxismus wegentwickelte. Maßgebliche Trotzkisten wurden in Strafbataillonen und KZ`s ermordet; nur wenige Überlebende sorgten 1945 für einen Neuanfang. Die Untersuchung stützt sich u.a. auf bisher ungenutztes Quellenmaterial.

ISBN 978-3-89900-121-1
Das Buch ist im Bücherhandel nicht mehr erhältlich. Eine begrenzte Anzahl von Bestellungen kann an mich per Email gerichtet werden: @Bestellung

 

top